Das ist das Clemens-Maria-Kinderheim

Danke für Ihre Spende an den Kinderhilfsverein House of Hope e.V. München
Schwester Gabriele übergibt im Oktober 2007 die Heimleitung an ihre Nachfolgerin Sabine Kotrel-Vogel

Etwa 150 Kinder, meist Sozialwaisen, haben ihr Zuhause im CLEMAKI gefunden und auch die neuen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge werden integriert.

Das Haupthaus befindet sich in der Theodor-Heuss-Straße in Putzbrunn bei München, der sogenannten Waldkolonie. Auf dem Gelände stehen zehn kleine Häuser nebeneinander im Halbrund. Jeweils neun Kinder finden hier einen schönen Platz zum Leben. Zum CLEMAKI gehören auch das Haus St. Anna in Aying sowie zwei Jugendwohngruppen im Münchner Osten.

Das Clemens-Maria-Kinderheim wurde 1916 von dem Priester Clemens Maria Hofbauer gegründet. Sein Wunsch war es damals, sich um die vielen Kriegswaisen zu kümmern. Bis heute ist das "CLEMAKI" diesem Ziel treu geblieben, sich um Kinder zu kümmern, die Hilfe und Unterstützung benötigen.

Hilfe leisten vor der eigenen Tür

Danke für Ihre Spende an den Kinderhilfsverein House of Hope e.V. München
Die Ayinger Kinder

Im Haus St. Anna in Aying werden die besonders traumatisierten Kinder betreut. Das alte denkmalgeschützte Haus wurde 2014 durch einen neuen Anbau erweitert. Im Münchner Osten gibt es noch zwei Jugendwohngruppen mit den älteren Jugendlichen, die sich hier an das "Sich Selbst Versorgen" und "Erwachsen Werden" gewöhnen können. 

Der Hilfsplan von House of Hope e.V.

Danke für Ihre Spende an den Kinderhilfsverein House of Hope e.V. München
Unbeschwerte Ferientage: Manche Kinder sehen zum ersten mal das Meer.

Wir möchten das Ungleichgewicht der Heimkinder im Vergleich zu den Klassenkameraden und -kameradinnen ausgleichen, indem wir

  • Ferienfreizeiten finanzieren, damit die Kinder herauskommen aus dem täglichen Heimalltag (Sommerferien auf dem Bauernhof, Bewegung in der Natur beim Skifahren, Bergwandern, Lagerfeuer etc.)
  • Unterstützung bei den Kosten für pädagogisch-therapeutische Maßnahmen leisten (z. B. heilpädagogisches Reiten als Therapie bei verhaltensauffälligen bzw. sehr zurückgezogenen Kindern, die Therapie auf dem Pferd ist sehr erfolgreich)
  • Nachhilfestunden für lernschwache Kinder finanzieren
  • gelegentliche Kino- und Theaterbesuche ermöglichen
  • besonders talentierte Kindern durch Finanzierung von Sportverein, Musik- oder Ballettschule fördern
  • einen Zuschuss für besondere Belohnungen geben (Süßigkeiten, Leckereien)
  • unterstützen beim Übertritt vom beschützten Alltag in ein selbstbestimmtes Leben nach Beendigung der Schule oder Lehre.

Die Kinder brauchen unbedingt das  Gefühl, genauso viel wert zu sein, wie die Klassenkameraden aus intakten Familien. Sie verstehen nicht, warum sie anders behandelt werden und es so viele Neins gibt. Sie sind schon durch die familiären Tragödien verletzt in ihren Seelen. Es ist schwer zu glauben, dass auch in unserem wohlhabenden Land aus Geldmangel Kinder benachteiligt werden. Viele von ihnen leiden ihr ganzes Leben unter den schon früh gemachten Erfahrungen, nichts wert zu sein und nicht geliebt zu werden.

House of Hope will mithelfen, dass diese Kinder fühlen, genauso unbeschwerte Kindertage und frohe Stunden wie alle anderen genießen zu dürfen. House of Hope will mithelfen, dass diese Kinder eine faire Chance erhalten, nach ihren Möglichkeiten gefördert zu werden, um sich später in ihrem Traumberuf verwirklichen und als selbstständige und für die Gemeinschaft wertvolle Menschen einbringen können.

Danke für Ihre Spende an den Kinderhilfsverein House of Hope e.V. München
Auch wenn es nicht die eigene Mutter ist, so kuscheln sich die Kinder doch gerne in die Arme der Betreuer/in

Der Begriff Waisenkind hat sich nur leicht gewandelt. Waren es früher eher Kinder, deren Eltern durch den Krieg oder andere tragische Ereignisse verstorben waren, so sind es heute zum großen Teil Sozialwaisen. Die Eltern dieser Kinder sind vorübergehend oder länger nicht in der Lage, ihre Fürsorgepflicht zu erfüllen. Kriminalität, psychische Instabilität, Drogen- oder Alkoholkonsum sind einige Gründe dafür, dass das Jugendamt diese Kinder aus der Familie nimmt. Immer häufiger ist sexueller Missbrauch durch die Eltern ein Thema. Das Waisenhaus bzw. das Kinderheim bleibt dann die letzte Zuflucht für lange Zeit, manchmal bis zum Erwachsensein. Doch durch die Zunahme der Flüchtlinge aus Krisengebieten gibt es auch verstärkt wieder "richtige" Waisenkinder, die Hilfe brauchen.

Sabine Kotrel-Vogel ist die verantwortliche Heimleiterin. Sie kennt jedes Kind und seine Geschichte persönlich und man spürt sofort, dass sie alle Kinder mit ganzem Herzen unter ihre Fittiche nimmt. Sie ist die Güte in Person, kann aber auch hin und wieder die nötige Klarheit walten lassen, so wie es in einer intakten Familie sein sollte. Kinder brauchen Sicherheit, einen geregelten Tagesablauf, aber sie müssen auch ihre Grenzen erkennen dürfen. So wachsen sie zu verantwortlichen Menschen heran.

Das Konzept des CLEMAKI

Danke für Ihre Spende an den Kinderhilfsverein House of Hope e.V. München
Lernen ist das Wichtigste für eine selbstbestimmte Zukunft

Das Clemens-Maria-Kinderheim ist eine heilpädagogische Einrichtung, als Träger fungiert die Katholische Jugendfürsorge. Aufgaben sind die heilpädagogische Betreuung, Inobhutnahme, Kindergarten mit Vorschule, sowie Außenwohngruppen für die langsame Hinführung aus dem beschützten Alltag in ein selbstständiges Leben. Unterstützt wird diese Arbeit bei Bedarf durch den Besuch des angegliederten Förderzentrums. Die Kinder sind zwischen 3 und 13 Jahren alt bei der Aufnahme und bleiben oft bis zum Schulabschluss. Manchmal gelingt die Rückführung in die eigene Familie, manchmal jedoch sind die Eltern nicht stabil genug, um wieder die Fürsorge für die eigenen Kinder zu übernehmen. 

Sabine Kotrel-Vogel sorgt mit zirka 100 internen und externen Fachkräften für Erziehung und Unterricht in der folgenden Weise:

  • Stabilisierung des psychischen und physischen Wohlbefindens und positive Veränderung des Verhaltens, um zum Beispiel den Besuch von Regelschulen wieder möglich zu machen (besonders wichtig bei traumatisierten Kindern)
  • Förderung der schulischen Leistungsfähigkeit, damit jeder Schüler einen entsprechenden Schulabschluss erwerben kann
  • Ermöglichung des Übertritts an Gymnasium, Realschule oder Wirtschaftsschule.
  • Unterstützung bei der Suche nach einer Lehrstelle.

Der Alltag im CLEMAKI

Die Katholische Jugendfürsorge ist der Träger des Clemens-Maria-Kinderheims. Den Erhalt der Einrichtung finanziert die Einrichtungsleitung aus einem eng bemessenen Tagessatz, den der jeweilige Kostenträger, das zuständige Jugendamt übernimmt. Er wurde einmal verhandelt, und berücksichtigt das für das Leben Nötige.  

Zusätzliche Unterstützung, besondere Ferienfahrten, Kino- und Theaterbesuche, Talentförderung im sportlichen und musikalischen Bereich sind von diesem geringen Budget nicht mehr finanzierbar. Ohne Spendengelder können diese Kinder nicht optimal nach ihren Fähigkeiten gefördert werden und es entsteht ein großes Defizit.